Ab 2027 sollen Taxi- und Busfahrten sowie Speditionen teurer werden
Die Verkehrsunternehmen der Balearen bereiten sich wegen stark gestiegener Kraftstoff- und Betriebskosten auf Preiserhöhungen vor. Wie hoch diese ausfallen, steht bislang noch nicht fest. Klar zeichnet sich jedoch ab, dass die Entwicklung zahlreiche Verbraucher auf der Insel treffen dürfte. Besonders konkret sind die Forderungen der Taxibranche. Der Taxiunternehmerverband Taxis-Pimem hat die balearische Regierung aufgefordert, den neuen mallorcaweiten Einheitstarif sowie die Preise für Überlandfahrten anzuheben. Die höheren Tarife sollen möglichst im Januar 2027 in Kraft treten. Kraftstoff verursache inzwischen 30 bis 40 Prozent der Kosten eines Taxibetriebs. Eine regelmäßige moderate Anpassung sei deshalb sinnvoller als ein über Jahre aufgeschobener, entsprechend kräftiger Preissprung. Auch touristische Busunternehmen kalkulieren für das kommende Jahr neu. Die Preise für 2026 wurden im Voraus mit den Reiseveranstaltern vereinbart und lassen sich während der Saison nicht mehr verändern. Gestiegene Ausgaben für Diesel, Ersatzteile, Reparaturen und neue Fahrzeugtechnik müssen die Betriebe daher bislang selbst tragen. Für 2027 rechnen sie mit spürbaren Aufschlägen. Diese könnten neben Flughafentransfers und organisierten Ausflügen auch Busfahrten von Schulklassen betreffen. Unter Druck stehen außerdem Fuhrunternehmen und Speditionen. Vor allem kleine Betriebe können höhere Kosten häufig nur schwer an große Auftraggeber weitergeben. Zugesagte staatliche Hilfen sind nach Angaben des balearischen Transportverbandes FEBT noch nicht ausgezahlt. Steigende Frachttarife könnten letztlich auch Waren des täglichen Bedarfs verteuern, da nahezu alle Güter per Schiff und Lastwagen auf Mallorca gelangen.